Kostenloser Versand für alle Bestellungen

Wie Omega-3 Ihre Gene verändern kann!

“Es ist genetisch.”

“Da kann man nichts dran ändern.”

Diese Sätze gehen oft Hand in Hand. Die Idee, dass wir keine Kontrolle über unsere Gene haben ist sehr verbreitet. In gewisser Weise ist es auch richtig – wir können nicht beeinflussen, welche Gene wir von unseren Eltern erben, es ist einfach außerhalb unserer Kontrolle. Wir haben jedoch die Kontrolle darüber, ob diese Gene unser Leben negativ oder positiv beeinflussen. Das Wissenschaftsgebiet der Epigenetik beschäftigt sich mit den chemischen Prozessen, die unsere Gene ein- und ausschalten. Die Forschungen in diesem Bereich schreiten immer weiter voran und es wird klar, dass viel mehr hinter unseren genetischen Merkmalen steckt, als das, was in unserem DNA-Code enthalten ist.

DNA steckt in jeder Zelle unseres Körpers. Sie ist das Handbuch, das den Zellen erklärt, was sie zu sein haben und wie sie funktionieren. Sie ist so vollgepackt mit Informationen, dass der einzige Weg, wie sie in eine Zelle passt, eine lange um Histone gewickelte Kette ist. Histone sind runde Proteine, die einer Spule ähneln und um die sich die DNA herumwickelt. Wenn die DNA lose gewickelt ist und ausreichend Raum zwischen den Histonen ist, kann dieser Teil der DNA mit anderen Teilen der Zelle interagieren und wird „eingeschaltet“. Diese lose gewickelten Gene werde exprimiert. Wenn die DNA stattdessen eng um die Histone gewickelt ist und diese zusammengezogen sind, kann dieser Abschnitt der DNA nicht interagieren und die Gene können nicht exprimiert werden, sie sind also „ausgeschaltet“.

Der Prozess des Zusammenziehens und Lockerns der DNA um die Histone wird durch zwei chemische Marker gesteuert: Methyl und Acetyl.

Acetyl heftet sich an die Histone und schwächt deren Interaktion mit der DNA und sorgt so dafür, dass sich die DNA-Kette löst und die Gene aktiviert werden.

Methyl heftet sich an die DNA und verstärkt die Interaktion mit den Histonen und führt so dazu, dass die DNA sich enger um diese herumwindet und die Histone enger zusammenzieht. Dies wird DNA-Methylierung genannt und ist für die Abschaltung von Genen verantwortlich.

Das Studium der Epigenetik strebt danach, herauszufinden, wie „schlechte“ Gene aus- und „gute“ Gene angeschaltet werden können. Unsere DNA kann nicht verändert werden, da wir Gene weder hinzufügen noch entfernen können, jedoch kann die Expression dieser Gene beeinflusst werden. Genexpression wird nicht nur von internen Faktoren beeinflusst. Sie kann auch durch externe Faktoren wie die Umwelt, Erfahrungen und Ernährung beeinflusst werden. Das bedeutet, dass unabhängig davon, welche Gene wir geerbt haben, die Art wie wir leben und was wir essen bestimmen kann, wie unsere Gene sich verhalten.

Die Ernährung kann eine bedeutende Rolle bei Modifikation der Expression von Genen spielen. Omega-3 wird bereits häufig wegen seiner Vielzahl von gesundheitsfördernden Eigenschaften empfohlen. Obwohl es hauptsächlich aufgrund seiner Beliebtheit als Nahrungsergänzungsmittel für die Herzgesundheit bekannt ist, gibt es eine ganze Menge Forschungsergebnisse, die zeigen, dass es auch eine Rolle bei der Genexpression spielen kann. In der Tat ist es möglich, dass die positive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit mit deren Effekten auf unsere Gene in Verbindung steht. Beispielsweise fand eine Studie heraus, dass Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel die Expression von Cyclooxgenase-2 unterbinden, einem Gen, das zur Ansammlung von Plaque in den Arterien beiträgt.

Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Epigenetik und Genexpression hauptsächlich indem sie die DNA-Methylierung fördern. Den größten Nutzen zeigten Omega-3-Fettsäuren, wenn diese während der pränatalen Entwicklung verwendet wurden. In einer Studie aus dem Jahr 2011 wurde DHA-Mangel während der Schwangerschaft mit einer verringerten Methylierung bei Kindern in Verbindung gebracht. Dies wurde 2013 durch eine ähnliche Studie gestützt, deren Fokus Frauen waren, die während ihrer Schwangerschaft Tabak rauchten. Nikotin und die in Tabakprodukten enthaltenen Giftstoffe beeinträchtigen die DNA-Methylierung. Die Studie zeigte jedoch, dass diese Komplikation signifikant reduziert war, wenn die Frauen Omega-3 verabreicht bekamen.

OMEGA

Eine verringerte Methylierung kann eine Reihe von Störungen zur Folge haben, da Gene, die „abgeschaltet“ werden sollten, nicht mit genügend Methyl reagieren, um die DNA zu veranlassen, sich enger um die Histone zu wickeln und so Interaktionen oder Signalgebung zu unterbinden. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass dieses Problem korrigiert werden kann. In der Studie aus dem Jahr 2011 wurde der Ernährung DHA hinzugefügt und die Methylierung kehrte auf ein normales Niveau zurück. Selbst wenn also ein Omega-3-Mangel vorhanden ist, so kann Supplementierung im Säuglingsalter und in der frühen Kindheit den niedrigeren Methylierungsgrad möglicherweise umkehren und die Genexpressionen regulieren.

Obwohl Omega-3-Fettsäuren während der pränatalen Entwicklung besonders wichtig sind, behalten diese ihre Rolle in der Genexpression bis ins Erwachsenenalter. Eine der vielversprechendsten Erkenntnisse ist die Rolle, die Omega-3 bei der Behandlung bestimmter Krebsarten spielen kann. Zwei der untersuchten Krebsarten sind jene, die oft als genetisch angesehen werden und häufig in der Familie zu liegen: Brustkrebs und Prostatakrebs. Wenn diese Krankheiten in der Familie liegen, dann bedeutet es, dass bestimmte Gene mit einer Tendenz, bösartige Zellmutationen zu fördern, vererbt werden. Bei Krebs werden diese Gene Onkogene genannt. Es gibt keine Möglichkeit, diese Gene aus der DNA zu entfernen, aber es gibt eine Chance, dass diese ausgeschaltet werden können.

In der Studie, die sich mit Brustkrebs beschäftigte gab es nach Verabreichen von Omega-3 einen deutlichen Abfall der Histonaktivität in den Krebszellen. Die Studie zu Prostatakrebs lieferte sehr ähnliche Ergebnisse und zeigte einen Rückgang des Krebses. Diese Resultate deuten darauf hin, dass eine Methylierung stattfand und die Histone durch die DNA so eng umwickelt wurden, dass diese nicht mehr in der Lage waren, Signale zu empfangen. Im Grunde wurden die Gene ausgeschaltet und die Zellen erhielten keine weiteren Signale, sich zu vermehren oder zu wachsen. Die Abschaltung dieser Gene kann zum Tod der Krebszellen führen, da diese von denen Genen keine Informationen mehr darüber erhalten, was ihre Aufgabe ist und wie sie zu funktionieren haben. Diese Studien deuten darauf hin, dass die methylierungsfördernden Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren diese zu einem nützlichen Nahrungsergänzungsmittel zur Vorbeugung von Krebs und möglicherweise auch für dessen Behandlung machen.

Es stimmt zwar, dass wir mit den Genen, die wir erben, leben müssen, sowohl mit den guten, als auch den schlechten. Aber das bedeutet nicht, dass wir machtlos dabei zusehen müssen wie sie unsere Gesundheit gefährden. Das Feld der Epigenetik ist noch relativ jung und die Forschungen zur Wirkung externer Faktoren auf die Genexpression sind ein fortwährender Prozess. Allerdings gibt es bereits viele Indizien dafür, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, und dass Fischöl mit Omega-3-Fettsäuren einen positiven Effekt auf die Regulierung der Genexpression haben kann.

Quellen

Berquin, I., Min, Y., Wu, R., Wu, J., Perry, D., Cline, J., . . . Chen, Y. (2007). Modulation of prostate cancer genetic risk by omega-3 and omega-6 fatty acids. Journal of Clinical Investigation, 117(7), 1866-1875. Retrieved August 19, 2015, from http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1890998/

Caterina, R., & Massaro, M. (2005). Omega-3 Fatty Acids and the Regulation of Expression of Endothelial Pro-Atherogenic and Pro-Inflammatory Genes. J Membrane Biol Journal of Membrane Biology, 206(2), 103-116. Retrieved August 19, 2015, from http://link.springer.com/article/10.1007/s00232-005-0783-2

Dimri, M., Bommi, P., Sahasrabuddhe, A., Khandekar, J., & Dimri, G. (2009). Dietary omega-3 polyunsaturated fatty acids suppress expression of EZH2 in breast cancer cells. Carcinogenesis, 31(3), 489-495. Retrieved August 19, 2015, from http://carcin.oxfordjournals.org/content/31/3/489.short

Enzymlogic (Photographer). (2013 September 12). DNMT1 [digital image]. Retrieved from www.enzymlogic.com

Kulkarni, A., Dangat, K., Kale, A., Sable, P., Chavan-Gautam, P., & Joshi, S. (2011). Effects of Altered Maternal Folic Acid, Vitamin B12 and Docosahexaenoic Acid on Placental Global DNA Methylation Patterns in Wistar Rats. PLoS ONE. Retrieved August 19, 2015, from http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0017706

Lee, H., Barraza-Villarreal, A., Hernandez-Vargas, H., Sly, P., Biessy, C., Ramakrishnan, U., . . . Herceg, Z. (2013). Modulation of DNA methylation states and infant immune system by dietary supplementation with  -3 PUFA during pregnancy in an intervention study. American Journal of Clinical Nutrition, 98(2), 480-487. Retrieved August 19, 2015, from http://ajcn.nutrition.org/content/98/2/480.short

Muskiet, F., & Kemperman, R. (2006). Folate and long-chain polyunsaturated fatty acids in psychiatric disease. The Journal of Nutritional Biochemistry, 17(11), 717-727. Retrieved August 19, 2015, from http://www.jnutbio.com/article/S0955-2863(06)00027-1/abstract

Rettner, R. (2013, June 24). Epigenetics: Definition & Examples. Retrieved August 19, 2015.

Sable, P., Dangat, K., Joshi, A., & Joshi, S. (2012). Maternal omega 3 fatty acid supplementation during pregnancy to a micronutrient-imbalanced diet protects postnatal reduction of brain neurotrophins in the rat offspring. Neuroscience, 217, 46-55. Retrieved August 19, 2015, from http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306452212004332

Sparen Sie 5% bei Ihrer ersten Bestellung

Einfach E-Mail-Adresse eingeben und 5%-Gutschein sichern