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Wie Omega-3 gegen Depressionen, bipolare Störungen und Angststörungen hilft

Depressive Erkrankungen und Gemütsstörungen sind extrem verbreitet. Es ist zu erwarten, dass die Mehrzahl der Erwachsenen an irgendeinem Punkt in ihrem Leben eine Art von Depression erlebt. Diese Störungen unterschieden sich sehr stark in ihrem Schweregrad und den Behandlungsmethoden und die Ursachen sind aufgrund der Tatsache, dass so viele Faktoren eine Rolle spielen, nicht genau bekannt. Eine der zentralen Theorien besagt, dass die hohe Zahl depressiver Störungen in der westlichen Welt mit einer Omega-3-armen Ernährung zusammenhängen könnte.

Omega-3-Fettsäuren und das Gehirn sind eng miteinander verbunden. Bis zu 20% der Trockenmasse des Gehirns besteht aus Fettsäuren. Es ist also keine Überraschung, dass Omega-3 für die neurologische Funktion unerlässlich ist. Als Kontrollzentrum des Körpers reguliert das Gehirn alles. Es sendet Signale und sagt unserem Körper, was er tun soll und wie er richtig zu funktionieren hat. Dazu gehört auch unsere Gefühle. Unsere Stimmung ist das Ergebnis von Gehirnsignalen und wird durch externe Faktoren ausgelöst. Wenn man bedenkt, wie viel unseres Gehirns aus Omega-3-Fettsäuren besteht, ist es nicht schwierig zu erkennen, warum Omega-3-Fettsäuren einen Einfluss auf unsere Gefühlslage haben könnten.

Klinische Depression und bipolare Störung sind zwei der bekanntesten Typen von depressiven Störungen. Beide treten häufig in Verbindung mit einer Angststörung auf. Obwohl sie sich voneinander unterschieden, hat sich gezeigt, dass Omega-3-Fischöl bei der Kontrolle beider Typen nützlich ist und zudem gegen Angststörungen hilft.

Omega-3 und Depression

Der am weiteste verbreitete Typ von depressiver Störung ist die klinische Depression. Von dieser sind bis zu 20% der Frauen und 10% der Männer betroffen. Die Störung variiert stark in Schweregrad und Dauer und es gibt viele Faktoren, die als Ursache vermutet werden. Erbanlagen, Umwelt, Ernährung und psychologische Faktoren können zum Einsetzen von Depression beitragen. Die am besten belegte Theorie ist jedoch, dass diese Depressionen durch ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn ausgelöst werden. Welche Chemikalien daran beteiligt sind und wie genau die Signalübermittlung des Gehirns durch diese beeinflusst wird, ist gegenwärtig wissenschaftlicher Diskussionsgegenstand. Der Konsens ist jedoch größtenteils, dass die Signalübertragung gestört wird. Die Chemikalien, von denen vermutet wird, dass sie bei Depressionen eine wichtige Rolle spielen, sind Serotonin und Dopamin.

Serotonin und Dopamine sind Neurotransmitter. Sie übermitteln Informationen zwischen den Nervenzellen und senden diesen Signale für bestimmte Funktionen. Beide chemischen Substanzen geben Signale für emotionale Reaktionen, einschließlich Freude und Wohlbefinden. Bei Menschen mit Depressionen gibt es eine Unterbrechung dieser Signalübertragung. Die Chemikalien sind nicht in der Lage, die Zellen zu erreichen und die korrekten Signale in der richtigen Geschwindigkeit zu übertragen. Omega-3-Fettsäuren können diesen Prozess beeinflussen, indem sie es einfacher machen die Membranen der Nervenzellen zu durchdringen. Dadurch, dass sie die Membranen „aufweichen“, erlauben sie Serotonin und Dopamin in die Zellen zu gelangen und die Nachricht, die sie mit sich tragen, zu übermitteln. So können die Symptome von Depression mit Omega-3-Fettsäuren gelindert werden, da diese dabei helfen, die beeinträchtigte Signalübertragung zu korrigieren.

Diese Eigenschaft der Omega-3-Fettsäuren wurde auch in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. In einer 8-wöchigen Studie an Erwachsenen wurde berichtet, dass depressive Symptome reduziert werden konnten, wenn die Standardbehandlung um Omega-3-Fischöl erweitert wurde. Es wurde auch gezeigt, dass Depression in der Kindheit durch Omega-3 als Nahrungsergänzungsmittel gelindert werden konnte. Einer Studie aus dem Jahr 2006 an Kindern im Alter von sechs bis zwölf zeigte, dass Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren einen signifikanten Effekt auf die Linderung depressiver Symptome hatte. Einige der Studienteilnehmer zeigten einen so starken Rückgang der Symptome, dass sie die Voraussetzungen erfüllten um als in Remission von der Störung befindlich eingestuft zu werden.

Eine weitere verbreitete Form der Depression ist die sogenannte Winterdepression oder auch saisonal-affektive Störung (SAD). Wie der Name schon sagt, wird diese durch den Wechsel der Jahreszeiten ausgelöst. Dementsprechend betrifft dieser Typ hauptsächlich Menschen in nördlichen Ländern, die in den Herbst- und Wintermonaten unter einem Mangel an Sonnenlicht leiden. Dieser Sonnenlichtmangel kann zu einem Rückgang von sowohl Serotonin als auch Melatonin führen.

Obwohl es nicht mit Depression in Verbindung steht, ist Melatonin ein Hormon, das eine wichtige Rolle für den Schlafrhythmus unseres Körpers spielt und einen gesunden Schlaf unterstützt. Ein Abfall des Melatoninspiegelsk ann eine Störung des Schlafmusters und sogar Anfälle von Schlaflosigkeit verursachen. Schlaf und Depression sind eng miteinander verflochten. Depressionen können Schlafprobleme verursachen, aber umgekehrt können Schlafprobleme auch zu Depressionen führen. Es wurde beobachtet, dass Menschen, die häufig unter Schlaflosigkeit leiden, ein höheres Risiko besitzen, depressiv zu werden. Ein Abfall des Melatoninspiegels kann Folgen haben, die zu Depression führen und dies wiederum trägt zum Einsetzen der SAD bei.

Obwohl der Körper Melatonin benötigt um Schlaflosigkeit und Depressionen, die aus dieser resultieren können, zu verhindern, wird die Einnahme von Melatonin-Ersatzmitteln bei der Behandlung von Depressionen nicht empfohlen. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Supplementierung mit Melatonin depressive Symptome verschlimmern kann. Eine bessere Methode ist es, die natürliche Melatoninproduktion zu beeinflussen, statt dieses über eine externe Quelle zu beziehen. Ein sicheres Mittel gegen niedrige Melatoninwerte ist die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren.

Eine Studie der University of Oxford aus dem Jahr 2014 fand heraus, dass DHA das Schlafmuster von Kindern regulierte. Dies weist darauf hin, dass DHA die Ausschüttung von Melatonin fördert und eine Rolle bei der Senkung des Risikos für Schlaflosigkeit spielt. Omega-3-Fettsäuren helfen außerdem dabei, den Serotoninspiegel zu erhöhen und bekämpft so die Symptome von SAD gleich an zwei Fronten. Eine weitere Studie zeigte, dass Omega-3 in Kombination mit Vitamin B die Ausschüttung von Serotonin ebenfalls regulierte.

Aufgrund der Tatsache, dass sie die Sekretion der für den Schlaf und die Stimmungsregulierung notwendigen Neurotransmitter und Hormone beeinflussen. Außerdem können sie die Übertragung der Stimmungssignale des Gehirns unterstützen, deshalb sind Omega-3-Fettsäuren ein wirkungsstarkes Hilfsmittel gegen eine Vielzahl depressiver Symptome.

Omega 3 und bipolare Störung

Diese Störung ist ein Typ der depressiven Störungen, allerdings ist Depression dabei nur eine Seite der Medaille. Menschen, die unter einer bipolaren Störung leiden, pendeln zwischen Extremen hin und her. Die Störung unterteilt sich in zwei grundlegende Phasen: die manische Phase und die die depressive Phase. Während der manischen Phase kann die Person sich freudig beschwingt, dynamisch oder gereizt fühlen. In schwereren Fällen kann dies psychotische Phasen beinhalten. Am anderen Ende des Spektrums steht die depressive Phase mit allen Symptomen einer schweren klinischen Depression und diese kann in besonders ernsten Fällen eine Psychose verursachen.

Omega-3-Mangel wurde mit der Ausbildung einer bipolaren Störung in Verbindung, dennoch konnten mit Omega-3-Fettsäuren als Ergänzungsmittel nur einige der Symptome der Störung behandelt werden. Die Wirkungsweise von Omega-3 ähnelt der von Lithiumcarbonat und -valproat, zwei Mittel, die als äußert effektiv in der Behandlung bipolarer Störungen gelten. Indem sie die Nervenbahnen beeinflussen und die Signalübertragung innerhalb des Gehirns unterstützen, helfen Omega-3-Fettsäuren, die Stimmung zu stabilisieren. Es wurde jedoch gezeigt, dass Omega-3 hauptsächlich gegen die Symptome der depressiven Phase hilft und während der manischen Phase nur einen geringen oder gar keinen Effekt auf die Stärke der Symptome zu haben scheint.

Die durchgeführten Studien haben gezeigt, dass Omega-3 sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen in der Lage war, die depressiven Symptome bipolarer Störungen zu reduzieren. Die manischen Symptome dagegen schienen nicht betroffen zu sein. Deshalb wurde festgestellt, dass Omega-3 am besten in Kombination mit der Standardbehandlungsmethode oder einfach als Nahrungsergänzungsmittel wirkte. Bipolare Störung ist eine komplexe Erkrankung und obwohl Omega-3-Fettsäuren nur eine Phase beeinflussen, so sind sie dennoch ein nützliches Hilfsmittel zur besseren Kontrolle der Störung.

Omega-3 und Angststörungen

Obwohl es sich bei Angststörungen selbst nicht um depressive Störungen handelt, so treten diese häufig in Verbindung mit einer solchen auf. Es nicht bekannt, ob Angststörungen ein Auslöser für depressive Episoden, ein Symptom dieser, oder beides ist. Forschungen deuten darauf hin, dass ein niedriger Serotoninspiegel mit Angststörungen in Verbindung steht, was darauf hinweist, dass Depression und Angststörungen möglicherweise eine gemeinsame Ursache besitzen. Dank ihrer positiven Wirkungen auf den Serotoninspiegel und dessen Funktionsweise, können die Mechanismen, die dafür sorgen, dass Omega-3-Fettsäuren die Symptome von Depressionen bekämpfen, möglicherweise auch auf Angststörungen angewandt werden.

In einer Studie aus dem Jahr 2011 war Omega-3-Fischöl in der Lage, die Symptome von Angststörungen bei überlasteten Medizinstudenten zu reduzieren. Diese Wirkung gegen Angststörungen wurde erneut in einer Studie an Drogenabhängigen nachgewiesen. Drogensüchtige auf dem Weg der Besserung haben oft starke Angststörungen, was sie wiederum zurück zu ihren Suchtgewohnheiten führt. Die Ergebnisse der Studie wiesen darauf hin, dass EPA einen signifikanten Effekt auf die Reduktion der Schwere der Angststörung bei den Teilnehmern hatte.

Wenn es um depressive oder Gemütsstörungen geht, bieten Omega-3-Fettsäuren viele gesundheitliche Vorteile. Wie die Studien gezeigt haben, bekämpfen sie die Symptome gleich auf mehrere Weisen. Durch die Kombination mit einem gesunden Lebensstil können Omega-3-Fettsäuren den Umgang mit diesen Störungen einfacher machen und verhindern, dass diese die Lebensqualität beeinträchtigen.

Quellen

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