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Omega-3 verbessert die Insulinempfindlichkeit

Die Insulinempfindlichkeit hängt mit der Art und Weise zusammen, wie der Körper Glucose verstoffwechselt und als Energiequelle speichert. Meist wird Insulin im Zusammenhang mit dem Thema Diabetes erwähnt, allerdings kann Insulinempfindlichkeit ein sehr komplexes Problem sein und durch eine ganze Reihe von Faktoren bedingt werden. Die Behandlungsmöglichkeiten für eine beeinträchtigte Insulinempfindlichkeit sind zahlreich. Es gibt verschiedene Medikamente, Insulinresistenzbehandlung sowie Diäten für Insulinresistenz. Neueste Studien haben jedoch gezeigt, dass eine Verbesserung der Insulinempfindlichkeit auch mit einer kleinen Kapsel erreicht werden kann: Die Rede ist von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln.

Insulin ist ein Hormon, das von Betazellen in der Bauchspeicheldrüse produziert wird und für die Aufnahme von Glucose (Blutzucker) durch die Körperzellen verantwortlich ist, sodass diese entweder gespeichert oder als Energiequelle verwendet werden kann. Da Insulin so wichtig dafür ist, dass der Körper richtig funktioniert, kann es unreguliert ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Es gibt zwei wichtige Störungen der Insulinempfindlichkeit:

Hohe Insulinempfindlichkeit: Diese kommt hauptsächlich bei Typ-1-Diabetes vor. Menschen mit hoher Insulinempfindlichkeit benötigen weniger Insulin um Glucose zu metabolisieren und der Körper neigt dazu, mehr Insulin als nötig zu produzieren. Dies führt oft zu Hypoglykämie (Unterzuckerung), ein Zustand, bei dem sich nicht genügend Glucose im Blutkreislauf befindet. Die häufigsten Symptome von Hypoglykämie sind Zittern und Trübung des Bewusstseins. In schweren Fällen können auch Koma und Tod eintreten.

Niedrige Insulinempfindlichkeit: Auch bekannt als „Insulinresistenz“ ist dies das am weitesten verbreitete Gesundheitsproblem in Verbindung mit Insulin und ist das Kennzeichen von Typ-2-Diabetes. Bei dieser Erkrankung hat der Körper Schwierigkeiten, Glucose zu metabolisieren und die Bauchspeicheldrüse reagiert indem sie mehr Insulin produziert. Dies kann zu Hyperinsulinämie führen, also zu viel Insulin im Blutkreislauf. Hoher Blutdruck, Herz- und Kreislaufstörungen, verringerte Knochendichte und bestimmte Krebsarten stehen im Zusammenhang mit langfristiger Insulinresistenz. Die Faktoren, durch die Insulinresistenz ausgelöst wird, sind nicht bekannt, aber die medizinische Forschung geht davon aus, dass eingelagertes Organfett eine bedeutende Rolle spielt.

Schon lange wurde angenommen, dass Omega-3-Fettsäuren Menschen mit gestörter Insulinempfindlichkeit helfen können. Jedoch hat die wissenschaftliche Gemeinschaft erst vor kurzem damit begonnen, konkrete Studien zu diesem Thema durchzuführen, welche die bis dahin bloßen Vermutungen über die Wechselwirkung von Fischöl und Insulin bestätigen. Der Mechanismus von dem man glaubte, dass er hinter der Regulierung von Insulin durch Omega-3-Fettsäuren steht, ist dass die Fettsäuren mit den Zellrezeptoren interagieren, und dass diese Interaktion dazu führt, dass die Zellen sich einfacher mit Insulin verbinden können und so dabei helfen, Insulinresistenz umzukehren.

In den letzten zehn Jahren wurde die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf Diabetes und sowohl hohe als auch niedrige Insulinempfindlichkeit untersucht und die Ergebnisse weisen stark darauf hin, dass Omega-3 effektiv zur Behandlung von Störungen der Insulinempfindlichkeit beitragen kann. In einer im Jahr 2007 veröffentlichte Studie wurden die möglichen Effekte von Omega-3 in der Prävention von Typ-1-Diabetes bei prädisponierten Kindern untersucht. Für die Studie nahmen die Teilnehmer vom Säuglingsalter bis zur frühen Kindheit täglich Lebertran-Nahrungsergänzungsmittel. Die Ergebnisse zeigten ein verringertes Risiko für die Ausbildung niedriger Insulinempfindlichkeit und Typ-1-Diabetes.

Die vorbeugenden Qualitäten von Omega-3-Fettsäuren und Fischöl beschränken sich allerdings nicht auf Typ-1-Diabetes. Auch Insulinresistenz und dem Einsetzen von Typ-2-Diabetes wirken sie entgegen. In einer im Jahr 2009 durchgeführten Studie wurde beobachtet, dass DHA, EPA und ALA in der Lage waren, Insulinresistenz zu verhindern oder sogar umzukehren. Die Umkehrung von Insulinresistenz durch Omega-3-Supplementierung ist möglicherweise auch für schwangere Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes möglich. In einer erst kürzlich im Fachmagazin Clinical Nutrition erschienenen Studie wurde bei den Teilnehmern eine deutliche Reduktion der Insulinresistenz durch die Einnahme von 1000 mg Dosen Omega-3-Ergänzungsmitteln zur Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes beobachtet.

Es wurde festgestellt, dass von den drei wichtigsten Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA den größten Einfluss auf die Verbesserung der Insulinresistenz hatten. Diese Fettsäuren kommen fast ausschließlich in Fisch vor und sind die zwei, die in Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln aus Fischöl enthalten sind. Im Journal of Nutritional Biochemistry  wurde 2012 eine Studie veröffentlicht, welche die isolierte Wirkung von DHA untersuchte. Sie ergab, dass die Verabreichung von DHA zu einer Verbesserung von Adipositas-bedingter Insulinempfindlichkeit führte. In einer im Singapore Medical Journal erschienenen plazebokontrollierten Doppelblindstudie aus dem Jahr 2013 wurde die Wirkung von EPA auf die Insulinempfindlichkeit von Patienten mit Typ-2-Diabetes erforscht. Den Teilnehmern wurden täglich 2 Gramm gereinigtes EPA verabreicht und es wurde eine Verringerung der Insulinwerte festgestellt. Dies deutet darauf hin, dass keine überschüssige Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse ausgelöst wurde, weil die Insulinresistenz verringert war. Studien zu den Effekten von Omega-3 auf die Insulinempfindlichkeit aus den Jahren 2009 und 2011 kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

Zwar wurde gezeigt, dass Omega-3 dabei helfen kann, Insulinempfindlichkeit zu behandeln oder zu verhindern, jedoch ist es möglich, dass ein Mangel an Omega-3 einer der Faktoren ist, die überhaupt erst zur Entwicklung einer Insulinempfindlichkeit führen. Omega-3-Fettsäuren sind von enormer Wichtigkeit für die menschliche Gesundheit und ein Mangel kann zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen. Eine Studie aus dem Jahr 2012 fand heraus, dass eine fructosereiche Ernährung bei gleichzeitigem Mangel an Omega-3-Fettsäuren in der Lage war, die Signalübertragung der Insulinrezeptoren im Teil des Gehirn, der als Hippocampus bezeichnet wird, zu unterbrechen. Dies deutet darauf hin, dass eine Ernährung reich an Omega-3-Fettsäuren oder die regelmäßige Einnahme von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln eine Möglichkeit sein könnte, Insulinresistenz zu behandeln und eine gestörte Insulinempfindlichkeit zu verhindern bevor gesundheitliche Beschwerde auftreten.

Quellen

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