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Die Bedeutung des Omega 3 : 6-Verhältnisses

Nur zu oft hören wir von den negativen Auswirkungen, die unsere moderne westliche Ernährung auf unsere Gesundheit hat. Von künstlichen Süßstoffen über Maissirup, gehärtete Fette, Pflanzenöle, Getreide und alles dazwischen. Es scheint, dass die Liste der potentiellen Gifte überhaupt kein Ende nimmt.

Eine wesentliche Art, auf die all diese künstlichen und verarbeiteten Lebensmittel unserer Gesundheit schaden, ist durch die Veränderung des Verhältnisses zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren im Körper. Einfach ausgedrückt, nehmen wir viel zu viel Omega-6- und nicht annähernd genug Omega-3 zu uns und dies führt zu einer zunehmenden Verbreitung zahlreicher Krankheiten und Gesundheitsprobleme von Herzkrankheiten bis zu verschiedenen Krebsarten.

In diesem Artikel werden wir uns anschauen, warum das gegenwärtige Omega-Fettsäuren-Verhältnis so schlecht für uns ist und anschließend darauf eingehen, wie Sie über die Ernährung und zum Schutz Ihrer Gesundheit und Ihres Wohlbefindens ein besseres Verhältnis herstellen können.

Was können wir aus der Geschichte lernen?

Während der letzten 2,5 Millionen Jahre der menschlichen Evolution seit die ersten Hominiden die Erde bevölkerten sah unsere Ernährung anders aus als heute. Für mehr als 99,9% dieser Zeit hing die Existenz der Menschen direkt vom Leben am Wasser ab. Das konnte ein See, ein Fluss oder das Meer sein, aber in jedem Fall gehörten Fisch und Meeresfrüchte zu den Grundnahrungsmitteln und versorgten unsere Vorfahren mit großen Mengen an Omega-3-Fettsäuren.

Dieser große Konsum von Omega-3-Fettsäuren ging höchstwahrscheinlich mit einer ähnlichen hohen Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren einher und tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 etwa bei 1:1 gelegen haben muss [1].

Schauen wir uns Studien an, so hat sich dieses Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis von 1:1 auf einen Wert zwischen 10:1 bis zu 25:1 erhöht. [2]

Diese dramatische Veränderung ist ein relativ junges Phänomen. In den letzten Jahrhunderten, insbesondere seit der industriellen Revolution, sind Lebensmittel reich an Omega-6-Fettsäuren immer häufiger geworden und sind heute allgegenwärtig, von der Herstellung von Speiseöl bis zur Produktion von Getreidefutter für Nutztiere.

Dies hat nicht nur dazu geführt, dass wir mehr Lebensmittel wie Mais, Erdnüsse und Baumwollsamenöl konsumieren (welche alle praktisch frei von Omega-3-Fettsäuren sind), es hat in der Tat das Fettsäurenprofil des Fleischs und der Tierprodukte, die wir täglich zu uns nehmen verändert [3]. Dies wiederum hat dazu geführt, dass heute immer mehr Menschen an Autoimmun- und Entzündungskrankheiten leiden.

Warum macht uns das heutige Fettsäuren-Verhältnis krank?

Eines der Hauptprobleme, die berücksichtigt werden müssen, ist die Tatsache, dass die Aufnahme von Omega-3 hauptsächlich von der konsumierten Menge an Omega-6 abhängt und umgekehrt.

Omega-6-Fettsäuren machen etwa 10% des gesamten Kaloriengehalts einer typischen westlichen Ernährung aus. Das ist viel mehr als der menschliche Körper verarbeiten kann.

Das Problem ist, dass Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren dieselben Enzyme für biochemische Umwandlungen und Reaktionen verwenden. Das bedeutet, dass Omega-3 und Omega-6 buchstäblich miteinander konkurrieren. Das ist auch in Ordnung, wenn das Verhältnis ungefähr ausgeglichen ist, aber in der heutigen Welt bedeutet es, dass der riesige Überschuss an Omega-6-Fettsäuren die Fähigkeit des Körpers, Omega-3-Fettsäuren zu absorbieren und vollständig zu nutzen, extrem einschränkt [4].

Bei vielen Menschen kann dies zu einem erhöhten Risiko für praktisch jede Entzündungskrankheit führen, die man sich vorstellen kann, einschließlich Diabetes, Asthma, Reizdarmsyndrom, Herzkrankheit und natürlich Adipositas. Ähnlich besorgniserregend ist die Verbindung zwischen Entzündungen durch übermäßigen Omega-6-Konsum und dem Anstieg psychiatrischer Störungen. Eine unausgewogene Ernährung kann nicht nur unseren Verstand, sondern auch unseren Körper beeinträchtigen!

Die gute Nachricht ist, dass wir dieses Ungleichgewicht relativ leicht umkehren können, indem wir ein paar einfache Anpassungen an unserer Ernährung vornehmen und weniger Omega-6 zu uns nehmen. Der einfachste Weg ist, mehr Fisch und Meeresfrüchte zu essen, alle Pflanzenöle (d.h. Sojaöl, Rapsöl, Distelöl und Sonnenblumenöl) durch Kokusnussöl, Butter, Ghee oder Olivenöl zu ersetzen und den Verzehr von Getreide, insbesondere Weizen, so stark wie möglich einzuschränken und nur Fleisch, Fisch und Eier aus natürlicher Zucht zu beziehen.

Dies führt zu weniger Entzündungen im gesamten Körper und einem geringeren Risiko für die damit verbundenen Erkrankungen.

Was ist also das ideale Verhältnis der Omega-Fettsäuren?

Eine im Jahr 2002 veröffentlichte Studie im Journal of Biomedicine & Pharmacotherapy sollte die Bedeutung des Verhältnisses von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren belegen. Die Forscher untersuchen verschiedene Omega-Fettsäuren-Verhältnisse um herauszufinden, welches am dienlichsten für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen ist.

In allen Fällen wurde festgestellt, dass ein verringerter Konsum von Omega-6 zu Gesundheitsverbesserungen führte. Ein Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis von 4:1 hatte eine um 70% verringerte Mortalität im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Folge, während ein Verhältnis von 2,5:1 zu einer reduzierten Zellwucherung beim Patienten mit Dickdarmkrebs führte. Zudem waren Risikofaktoren bei Frauen mit Brustkrebs verringert nachdem der Konsum von Omega-6-Fettsäuren reduziert wurde.

Desweiteren half ein Verhältnis von 2,5:1 bei der Linderung von Entzündungen bei Patienten, die unter rheumatoider Arthritis litten. Sogar Asthmatiker stellten nach einer Reduzierung des Omega-6-3-Verhältnisses auf 5:1 deutliche Verbesserungen ihrer Symptome fest.

Die Forscher schlossen mit folgender Aussage: „Ein niedrigeres Verhältnis von Omega-6 : Omega-3-Fettsäuren ist wünschenswert um das Risiko vieler der chronischen Erkrankungen mit hoher Prävalenz in westlichen Gesellschaften sowie in Entwicklungsländern, welche in den Rest der Welt exportiert werden, zu reduzieren.“ [5]

Abschließende Worte

Die Ergebnisse der oben erwähnten Studie scheinen darauf hinzuweisen, dass das ideale Omega-Fettsäuren-Verhältnis, abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung unter der eine Person leidet, etwas variieren kann. Der abschließenden Aussage können wir jedoch entnehmen, dass eine Verschiebung des Verhältnisses zugunsten von Omega-3-Fettsäuren beinahe sicher positive Gesundheitseffekte hat, sowohl kurz- als auch langfristig.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Ernährung um mehr fetthaltigen Fisch wie Lachs, Makrelen und Sardinen zu ergänzen und gleichzeitig Ihren Konsum raffinierter Pflanzenöle einzuschränken, weniger getreidehaltige Lebensmittel zu konsumieren und nur Fisch aus natürlicher Aufzucht und Fleisch sowie andere tierische Produkte wie Eier aus Weidehaltung zu kaufen.

Einer der Kritikpunkte dieser Empfehlung ist allerdings, dass diese natürlichen Lebensmittel sehr viel teurer sind als verarbeitete Lebensmittel und oberflächlich betrachtet stimmt das auch. Ein Umstieg auf natürliche Lebensmittel bedeutet jedoch eine große Reduktion der unangenehmen Zusätze moderner verarbeiteter Lebensmittel wie Gluten, Gliadin und Maissirup. Neben vielen anderen stimulieren diese Zusätze direkt die Gegenden des Gehirns, die unseren Appetit steuern oder verursachen Ungleichgewichte in den Hormonen, welche unseren Appetit und Blutzuckerspiegel kontrollieren. Dazu zählen unter anderem Insulin, Leptin, CCK und Ghrelin, welches uns dazu anregt, mehr zu essen.

Wenn Sie gesunde Änderungen an Ihrer Ernährung vornehmen, gibt Ihnen das also nicht nur mehr Energie, wirkt Krankheiten entgegen und verringert Ihre Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten, es macht Sie auch weniger hungrig.

Quellen

[1] PM Kris-Etherton, Denise Shaffer Taylor, Shaomei Yu-Poth, Peter Huth,Kristin Moriarty, Valerie Fishell, Rebecca L Hargrove, Guixiang Zhao, andTerry D Etherton. Polyunsaturated fatty acids in the food chain in the United States. Am J Clin Nutr January 2000 vol. 71 no. 1 179S-188S

[2] Russo GL. Dietary n-6 and n-3 polyunsaturated fatty acids: from biochemistry to clinical implications in cardiovascular prevention. Biochem Pharmacol. 2009 Mar 15;77(6):937-46. doi: 10.1016/j.bcp.2008.10.020. Epub 2008 Oct 28.

[3] Leaf, A. Weber, P.C. Cardiovascular effects of n-3 fatty acids. N Engl J Med. 1988 Mar 3;318(9):549-57.

[4] Lands WE. Biochemistry and physiology of n-3 fatty acids. FASEB J. 1992 May;6(8):2530-6.

[5] Simopoulos AP. The importance of the ratio of omega-6/omega-3 essential fatty acids. Biomed Pharmacother. 2002 Oct;56(8):365-79.

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