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Die Vorteile von Magnesium

Verschiedene Magnesiumquellen

Jede unserer 20 Billionen Zellen braucht Magnesium. Außerdem wird es in über 600 biochemischen Reaktionen im Körper als Co-Faktor oder “Hilfsmolekül” verwendet. Magnesium hilft bei der Produktion von Energie, reguliert unser Nervensystem und bildet und repariert DNA. Magnesium hilft außerdem Muskeln zu kontrastieren und zu entspannen und bei der Bildung von Protein. (1).

Über 80% von uns leiden allerdings unter einem Magnesiummangel (2), welcher mit einem Standard-Bluttest sehr schwer zu diagnostizieren ist, weil sich nur 1-2% unseres Magnesiums im Blut befindet (67% ist in unseren Knochen und 31% in unseren Zellen). Das Problem liegt darin, dass das Magnesium in unserer Ernährung sich drastisch reduziert hat, im Vergleich zu dem Level, welches wir im Laufe der Evolution des Menschen hatten. 

So wurde es zum Beispiel aus unserem Trinkwasser und aus unserem Salz entfernt. Da die Erträge unserer Felder in den letzten Jahren auch immer höher sein sollen, wachsen unser Obst und Gemüse viel schneller und haben weniger Zeit Vitamine und Mineralien aus dem Boden aufzunehmen, sodass sie jetzt viel weniger Magnesium enthalten als vor 30 oder 40 Jahren. (3).

Außerdem spielt unser moderner Lebensstil eine Rolle, da wir uns von hochwertigen Lebensmitteln entfernt haben und auf verarbeitete Lebensmittel ohne Nährstoffe umgestiegen sind und der Stress der modernen Welt das Magnesium aus unserem Körper aufbraucht. Deshalb treten die Symptome eines Magnesiummangels so häufig auf, und warum viele von uns auf Magnesiumpräparate zurückgreifen, um sicherzustellen, dass sie ausreichend Magnesium zu sich nehmen. 

Anzeichen eines Magnesiumdefizits sind (4):

  • Bluthochdruck und Herzkrankheiten
  • Andere Nährstoffmängel wie Vitamin K, Vitamin B1, Calcium und Kalium
  • Migräne
  • Mentale Gesundheitsprobleme und Stimmungsschwankungen 
  • Schlafstörungen / Schlaflosigkeit 
  • Restless Leg Syndrom
  • Verschlimmerung von PMS Symptomen
  • Osteoporose
  • Wiederkehrende Bakterien- und Pilzinfektionen
  • Karies 
  • Muskelschwäche und Krämpfe 
  • Impotenz

Hier sind die Top 10 Vorzüge eines wiederhergestellten Magnesiumspiegels für Ihren Körper, entweder durch eine bessere Ernährung oder durch hochwertige Magnesium Supplements.

1. Magnesium ist lebenswichtig für die Herzgesundheit und einen niedrigen Blutdruck

Magnesium ist furchtbar wichtig für unsere Herzen. Das meiste Magnesium in unserem Körper befindet sich tatsächlich in unserem Herzen. Die  Atherosclerosis Risk in Communities (ARIC) Studie an beinahe 14,000 Personen mittleren Alters, ohne Herzkrankheiten fand heraus, dass diejenigen mit dem niedrigsten Magnesium Level das größte Risiko hatten eine Herzkrankheit zu entwickeln. (5).

Magnesium unterstützt die Gesundheit Ihres Herzens

Eine andere Studie fand heraus, dass die orale Einnahme von Magnesium Supplements die Funktion von Arterien und die Endothelfunktion deutlich verbesserte und die körperliche Belastbarkeit bei Patienten mit Herzkrankheiten erhöhte (6). Es gibt außerdem mehrere Studien die zeigen, dass Magnesium den Blutdruck bei Patienten mit Bluthochdruck senken kann (7,8,9)

2. Magnesium hilft Ihnen beim Einschlafen 

Magnesium ist ein natürliches Beruhigungsmittel und balanciert Ihren Neurotransmitter, um eine Überstimulation des Gehirns vorzubeugen. Außerdem wird es in der konventionellen Medizin regelmäßig zur Behandlung von lebensbedrohlichen Herzkrankheiten wie einem unregelmäßigen Herzschlag, Operationen am offenen Herzen oder auf der Entbindungsstation eingesetzt, um das Leben von Mutter und Kind bei vorzeitigen Wehen zu retten. Es wirkt ähnlich wie ein Muskelrelaxans und entspannt die sich zusammenziehende Gebärmutter. Wenn Sie Probleme haben einzuschlafen versuchen Sie es mit Magnesium.

3. Magnesium kann die Nerven beruhigen 

Magnesium hilft außerdem die Nerven zu beruhigen. Es bindet sich ab GABA Rezeptoren im Gehirn (10). GABA ist das natürliche “Valium” und arbeitet wie Valium und andere Beruhigungsmittel. Es kann außerdem helfen Stress und Angstzustände zu reduzieren. 

Ein Magnesiumdefizit kann zudem die Produktion von Kortison anregen, welches besonders den paraventuculären Nucleus des Hypothalamus  aktiviert (PVN) einen Teil des Gehirns, welcher bei der Kontrolle der Reaktion auf Stress und Angst eine Rolle spielt(11).

Marathonläufer können von Magnesium profitieren

4. Magnesium erhöht die Energie und verbessert sportliche Leistungen 

ATP die Hauptquelle der Energie in unseren Zellen muss an ein Magnesium Ion gebunden sein, um biologisch aktiv zu sein. Es ist außerdem in die Aufnahme von Sauerstoff und dem Ausgleich der Elektrolyte involviert. Wenn Sie sport machen kann Ihr Magnesiumbedarf um bis zu 20% steigen, sodass auch nur ein kleiner Mangel Ihre Performance beeinflussen und die potentiellen negativen Nebenwirkungen wie Entzündungen erhöhen kann. Außerdem verlieren wir beim Training mehr Magnesium durch Schweiß und Urin aus unserem Blut gefiltert. 

Deswegen ist eine ausreichende Magnesiumversorgung für jeden der körperlich aktiv ist (und das sollte jeder von uns sein) sehr wichtig (12).

Magnesium hilft während des Trainings außerdem dabei Glukose in Ihren Muskel zu befördern und beugt eine Übersäuerung vor (13). Außerdem steigert es nachweislich die Leistung von Wettkampfsportlern, bei älteren Menschen und bei Menschen mit Herzkrankheiten (14,15,16,17,18).

Unter Wettkampfsportlern hat eine Supplementation mit Magnesium eine erhöhte Ausdauer und eine bessere Leistung hervorgerufen (17,18).

5. Magnesium hilft bei Migräne 

Magnesium kann dazu beitragen, dass sich die Arterien und Blutgefäße im Gehirn entspannen und die Zirkulation verbessern. Außerdem hat es Auswirkungen auf die GABA-Rezeptoren im Gehirn und das zentrale Nervensystem, welches Schmerz und Cortisol reduziert. Darüber hinaus reduziert es Thrombozyten, welche eng mit der Entwicklung von Migräne verbunden sind. 

Diverse Studien zeigten die direkte Effektivität einer oralen Magnesium Supplementation sowohl bei der Vorbeugung, als auch bei der Reduktion von Symptomen bei Kindern und Erwachsenen (19-21).

6. Magnesium hilft beim Lernen und Erinnern 

Damit unser Gehirn denken, lernen und verarbeiten kann müssen die Nervenzellen oder Neuronen im Gehirn und das zentrale Nervensystem in der Lage sein Verbindungen untereinander herzustellen, um Informationen weiterzugeben. Diese Fähigkeit wird “Neuronale Plastizität” genannt. Je besser das Gehirn neue Verbindungen formen kann, umso höher die Plastizität und umso besser können wir lernen. 

Magnesium verbessert die Neuronale Plastizität indem es die Effizienz der Neuronen neue Verbindungen einzugehen verbessert. Magnesium sitzt in den Lücken zwischen Nervenzellen auf Rezeptoren, die als NMDA-Rezeptoren bezeichnet werden, wo es den Calciumfluss durch die Zellen reguliert, um sicherzugehen, dass die Impulse der Nerven effizient gesendet werden und die Wahrscheinlichkeit von erfolgreichen Verbindungen zu erhöhen. Je mehr Magnesium wir im Gehirn haben, umso mehr Verbindungen können geknüpft werden (22).

Magnesium hilft beim Lernen und bei der Funktion unseres Gehirns

7. Magnesium reduziert Muskelkater und Krämpfe

Wie im Gehirn bei der Verknüpfung von Nervenzellen spielt Magnesium auch eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Signalen zwischen den Motoneuronen unseres Rückenmarks und unseren Muskeln, die unsere Bewegung ermöglichen.

Wenn wir nicht ausreichend Magnesium in unseren Muskeln haben leiden wir unter Krämpfen (23). Außerdem brauchen wir Magnesium um unser Calcium auszubalancieren. Während Magnesium in unserer Ernährung häufig zu wenig vorhanden ist, ist Calcium meist reichlich vorhanden. Viele Menschen verschlimmern diesen Zustand noch, indem sie zusätzlich Calcium zu sich nehmen, was zu Muskelschmerzen, Krämpfen und Schwäche führen kann. Zusätzliches Magnesium in Ihrer Ernährung wird Ihnen bei der Regeneration nach dem Sport und bei Muskelkater helfen. Muskeln lieben Magnesium! 

8. Magnesium ist lebenswichtig für unsere Knochen 

Die meisten Menschen denken bei Knochen sofort an Calcium, aber Magnesium ist genauso wichtig für die Gesundheit unserer Knochen. Magnesium ist lebenswichtig für die Aufnahme von Calcium im Magen und die Produktion der aktiven Form von Vitamin D, welche bei der Bildung von Osteoblasten wichtig ist, die die Knochen machen. 

Magnesium ist wichtig für die Gesundheit der Knochen

Magnesium hält außerdem die Balance zwischen zwei Hormonen, die wichtig für die Regulierung des Calciumspiegels in unseren Knochen und Zähnen ist – Calcitonin und das Schilddrüsenhromon. Studien haben gezeigt, dass mehr Magnesium die Knochendichte erhöhen kann (24).

9. Magnesium hilft bei – Insulinresistenz und Typ II Diabetes

Wer mehr Magnesium zu sich nimmt, hat ein deutlich geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken, da es eine wichtige Rolle bei der Verstoffwechslung von Glukose einnimmt (25, 26). Sehr geringe Mengen Magnesium im Blut (auch bekannt als Hypomagnesiämie) verschlechtern außerdem die Insulinresistenz (27). Diabetiker verlieren außerdem mehr Magnesium über den Urin, was zu einem niedrigeren Magnesiumgehalt im Körper führt und die Absonderung von Insulin beeinträchtigt, was die Kontrolle einer Person über ihr Diabetes erschwert – ein echter Teufelskreis (28).

10. Magnesium hilft bei PMS Symptomen

PMS Symptome nehmen uns den Spaß am Leben und umfassen Wassereinlagerungen, Müdigkeit, Krämpfe und Reizbarkeit. MAgnesium kann helfen Krämpfe und Wassereinlagerungen zu lindern und hat nachweislich die Stimmung bei Frauen mit PMS verbessert (29, 30).

Referenzen

(1) Magnesium in man: implications for health and disease. de Baaij JH, Hoenderop JG, Bindels RJ. Physiol Rev. 2015 Jan;95(1):1-46.

(2) The Magnesium Miracle, Carolyn Dean

(3) Donald R. Davis, Declining Fruit and Vegetable Nutrient Composition: What Is the Evidence? HortScience February 2009 vol. 44 no. 1 15-19

(4) The multifaceted and widespread pathology of magnesium deficiency. Johnson S, Med Hypotheses. 2001 Feb;56(2):163-70.

(5) Is low magnesium concentration a risk

factor for coronary heart disease? The Atherosclerosis Risk in Communities

(ARIC) Study. Liao F, Folsom AR, Brancati FL. Am Heart J. 1998;136:480–490.

(6) Oral Magnesium Therapy Improves Endothelial Function in Patients With Coronary Artery Disease, Michael Shechter, MD, MA; Michael Sharir, MD; Maura J. Paul Labrador, MPH; James Forrester, MD; Burton Silver, PhD; C. Noel Bairey Merz, MD, Circulation. 2000; 102:2353-2358.

(7) Oral magnesium supplementation reduces ambulatory blood pressure in patients with mild hypertension. Hatzistavri LS, Sarafidis PA, Georgianos PI, Tziolas IM, Aroditis CP, Zebekakis PE, Pikilidou MI, Lasaridis AN. Am J Hypertens. 2009 Oct;22(10):1070-5.

(8) Effects of magnesium supplementation in hypertensive patients: assessment by office, home, and ambulatory blood pressures. Kawano Y, Matsuoka H, Takishita S, Omae T. Hypertension. 1998 Aug;32(2):260-5.

(9) A pilot study on the effects of magnesium supplementation with high and low habitual dietary magnesium intake on resting and recovery from aerobic and resistance exercise and systolic blood pressure. Kass LS, Skinner P, Poeira F, J Sports Sci Med. 2013 Mar 1;12(1):144-50.

(10) Magnesium potentiation of the function of native and recombinant GABA(A) receptors. Neuroreport. Möykkynen T, Uusi-Oukari M, Heikkilä J, Lovinger DM, Lüddens H, Korpi ER.

2001 Jul 20;12(10):2175-9.

(11) Magnesium deficiency induces anxiety and HPA axis dysregulation: Modulation by therapeutic drug treatment. S.B. Sartori, N. Whittle, A. Hetzenauer, and N. Singewald. Neuropharmacology. 2012 Jan; 62(1): 304–312.

(12) Update on the relationship between magnesium and exercise. Nielsen FH, Lukaski HC. Magnes Res. 2006 Sep;19(3):180-9.

(13) Magnesium enhances exercise performance via increasing glucose availability in the blood, muscle, and brain during exercise. Chen HY, Cheng FC, Pan HC, Hsu JC, Wang MF.PLoS One. 2014 Jan 20;9

(14) The effect of acute magnesium loading on the maximal exercise performance of stable chronic obstructive pulmonary disease patients. Amaral AF, Gallo L Jr, Vannucchi H, Crescêncio JC, Vianna EO, Martinez JA. Clinics (Sao Paulo). 2012;67(6):615-22.

(15) Oral magnesium therapy, exercise heart rate, exercise tolerance, and myocardial function in coronary artery disease patients. Pokan R, Hofmann P, von Duvillard SP, Smekal G, Wonisch M, Lettner K, Schmid P, Shechter M, Silver B, Bachl N. Br J Sports Med. 2006 Sep;40(9):773-8.

(16) Effect of oral magnesium supplementation on physical performance in healthy elderly women involved in a weekly exercise program: a randomized controlled trial. Veronese N, Berton L, Carraro S, Bolzetta F, De Rui M, Perissinotto E, Toffanello ED, Bano G, Pizzato S, Miotto F, Coin A, Manzato E, Sergi G. Am J Clin Nutr. 2014 Sep;100(3):974-81.

(17) On the significance of magnesium in extreme physical stress. Golf SW, Bender S, Grüttner J. Cardiovasc Drugs Ther. 1998 Sep;12 Suppl 2:197-202.

(18) Magnesium status and the physical performance of volleyball players: effects of magnesium supplementation. Setaro L1, Santos-Silva PR, Nakano EY, Sales CH, Nunes N, Greve JM, Colli C. J Sports Sci. 2014;32(5):438-45.

(19) Oral magnesium oxide prophylaxis of frequent migrainous headache in children: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Wang F1, Van Den Eeden SK, Ackerson LM, Salk SE, Reince RH, Elin RJ. Headache. 2003 Jun;43(6):601-10.

(20) The effects of magnesium prophylaxis in migraine without aura. Köseoglu E1, Talaslioglu A, Gönül AS, Kula M. Magnes Res. 2008 Jun;21(2):101-8.

(21) Comparison of therapeutic effects of magnesium sulfate vs. dexamethasone/metoclopramide on alleviating acute migraine headache. Shahrami A, Assarzadegan F, Hatamabadi HR, Asgarzadeh M, Sarehbandi B, Asgarzadeh S. J Emerg Med. 2015 Jan;48(1):69-76.

(22) The mechanism of magnesium block of NMDA receptors, J.Peter Ruppersberg, Eberhard v. Kitzing, Ralf Schoepfer, Seminars in Neuroscience, Volume 6, Issue 2, April 1994, Pages 87-96

(23) Muscle cramps and magnesium deficiency: case reports. D. L. Bilbey and V. M. Prabhakaran, Canadian Fam Physician. 1996 Jul; 42: 1348–1351.

(24) Institute of Medicine (IOM). Food and Nutrition Board. Dietary Reference Intakes: Calcium, Phosphorus, Magnesium, Vitamin D and Fluorideexternal link disclaimer. Washington, DC: National Academy Press, 1997.

(25) Larsson SC, Wolk A. Magnesium intake and risk of type 2 diabetes: a meta-analysis. J Intern Med 2007;262:208-14.

(26) Rodriguez-Moran M, Simental Mendia LE, Zambrano Galvan G, Guerrero-Romero F. The role of magnesium in type 2 diabetes: a brief based-clinical review. Magnes Res 2011;24:156-62.

(27) Simmons D, Joshi S, Shaw J. Hypomagnesaemia is associated with diabetes: not pre-diabetes, obesity or the metabolic syndrome. Diabetes Res Clin Pract 2010;87:261-6.

(28) Rude RK. Magnesium. In: Ross AC, Caballero B, Cousins RJ, Tucker KL, Ziegler TR, eds. Modern Nutrition in Health and Disease. 11th ed. Baltimore, Mass: Lippincott Williams & Wilkins; 2012:159-75.

(29) Facchinetti F, Borella P, Sances G, Fioroni L, Nappi RE, Genazzani AR. Oral magnesium successfully relieves premenstrual mood changes. Obstet Gynecol. 1991 Aug;78(2):177-81.

(30) Walker AF, De Souza MC, Vickers MF, Abeyasekera S, Collins ML, Trinca LA. Magnesium supplementation alleviates premenstrual symptoms of fluid retention. J Womens Health. 1998 Nov;7(9):1157-65.

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